Bei der Beschäftigung mit dem heutigen Bibeltext fiel mir eine deutliche Parallele zu unserer (sonntäglichen) Messfeier auf:
So feiern, nachdem am Gründonnerstag Jesus mit seinen Jüngern durch das Brechen des Brotes die Grundlage zur Eucharistiefeier gelegt hat, die Emmausjünger quasi ihre erste heilige Messe mit dem Auferstandenen.
Sie beginnen mit dem Wortgottesdienst,: Auf dem Weg nach Emmaus begegnen die beiden Jünger Jesus, den sie zunächst nicht erkennen. Sie kommen miteinander ins Gespräch, sprechen über ihre Sorgen, über das, was sie in den letzten Tagen beschäftigt hat und hören schließlich eine fundierte Auslegung der Heiligen Schrift bezogen auf die Geschehnisse der letzten Zeit.
gehen über in die Eucharisiefeier: Als sie schließlich „am Haus“ ankommen, teilt Jesus mit ihnen das Brot, und durch diese Zeichenhandlung und seine Worte erkennen sie schließlich das beinahe Unfassbare: Jesus ist in unserer Mitte, er bricht mit uns das Brot. In Brot und Wein kommt er zu uns. Die Eucharistiefeier. Eindeutig!
und geben die Botschaft weiter, weil sie sie nicht für sich behalten können: Sofort eilen sie zurück zu ihren Freunden, um ihnen von ihrem Erlebnis zu erzählen. Sie tragen die Frohe Botschaft und den Frieden, die Freude über die Auferstehung weiter in die Welt. Sie gehen in Frieden.
Was kann diese Erkenntnis jetzt für uns bedeuten?
Zunächst einmal bedeutet es, dass der Gottesdienst nicht erst in der Kirche beginnt. Er beginnt zuhause. Auf unserem Weg im Alltag. Indem wir das, was uns beschäftigt, unsere Sorgen und Nöte, unsere Ängste, aber auch unsere Freude und unseren Dank, mitbringen in die Gemeinschaft der Gläubigen und vor Gott tragen. Im Wortgottesdienst in der Kirche ist schließlich Raum dafür, Gott alles offenzulegen. Im Idealfall wird uns dann der heutige Bibeltext so ausgelegt, dass wir etwas für unser Leben mitnehmen können.
Anschließend feiern wir, vielleicht befreit, vielleicht voller Nachdenklichkeit, aber gewiss voller Dankbarkeit gemeinsam Eucharistie in dem Wissen: Jesus ist in unserer Mitte, er kommt zu uns in Brot und Wein.
Und wenn wir dann in Frieden heimkehren, dann wäre es toll, wenn wir diesen Frieden, und die Friedensbotschaft mit hineinnehmen in unsere Familien, in unser Leben. Um das weiterzugeben, wofür Jesus gestorben und auferstanden ist: Nämlich die Liebe zu Gott und den Menschen!
Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass auch Sie in dieser Emmaus-Manier Gottesdienst feiern können – startend und endend nicht mit der Liturgie in der Kirche, sondern zuhause, und dass Sie die heilige Messe in ihr Leben, in ihren Alltag integrieren können.
altfried g. rempe













