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Herzlich willkommen bei der Pfarrei Heilige Edith Stein

Alle(r) Heiligen ...

Friedhof mit Kerzen im Dunklen

Wen oder was feiern wir eigentlich an Allerheiligen und an Allerseelen?

Am Fest „Allerheiligen“, lat. festum omnium sanctorum, denken wir an alle „verherrlichten Glieder der Kirche, die schon zur Vollendung gelangt sind“. Also alle Menschen, die im Laufe der Jahre aufgrund besonderer Verdienste im christlichen Glauben heiliggesprochen wurden. Wir alle kennen bekannte Heilige und ihre Taten, z. B. der Hl. Martin, die Hl. Elisabeth, die Hl. Barbara, der Hl. Nikolaus, die Hl. Edith Stein, die Heiligen Augustinus, Andreas, Georg, Anna und viele mehr. Traditionell denken wir besonders an sie in unseren Festgottesdiensten, wenn wir z. B. unsere Allerheiligenlitanei beten.

An Allerseelen denken wir an all die anderen Verstorbenen. Die damit verbundene Gräbersegnung wird in unserem Land traditionell bereits am Nachmittag von Allerheiligen, einem gesetzlichen Feiertag begangen. Inzwischen werden die Gräbersegnungen aufgrund von personellen Ressourcen auch auf die Sonntage vorher bzw. nachher verlegt – so, wie auch in unseren Gemeinden.

Zurück zu den „Heiligen“. Sicherlich wissen wir vor allem von den bekannten Heiligen, was sie in ihren Leben geleistet haben. Doch es gibt noch viel mehr Menschen, die von der katholischen Kirche gar nicht als „heilig“ erkannt werden, aber mit ihrem Leben und mit dem, was sie tun, für andere zum Segen geworden sind:

Die Frau, die jahrelang ihre Eltern oder Schwiegereltern pflegt – ohne ein Wunder zu bewirken, aber mit Liebe, Hingabe und Herzlichkeit.

Den Mann, der sich jahrelang bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert und schon das ein oder andere Hab und Gut, vielleicht sogar ein Leben gerettet hat.

Die Mütter und Väter, die alles für ihre Familien tun und das Wohl ihrer Kinder über ihr eigenes setzen.

Die Menschen, deren Leben nicht immer perfekt gewesen ist, aber trotzdem ein Herz hatten für ihre Mitmenschen und für Gott.

Alle ohne Aufsehen, ohne ein sichtbares Wunder, ohne dauernd auf sich selbst zu schauen. Einfach aus Liebe, aus Hilfsbereitschaft, aus Pflichtbewusstsein.

Alle ganz normale Christen, ganz normale Menschen.

Und genau darum geht es doch. Christsein besteht darin, im Glauben an Gott und aus Liebe zu den Menschen so gut, wie wir es eben können, zu leben. Wir müssen nichts Spektakuläres leisten, aber wenn durch unser Leben ein wenig mehr Licht in die Welt kommt, dann ist uns doch etwas Wunderbares gelungen.

Ich bin überzeugt: Auch diese „normalen“ Menschen feiern wir an Allerheiligen! Bestimmt ist auch der ein oder andere Verstorbene aus unserem Bekanntenkreis dabei.

Lassen Sie uns also ein Licht entzünden für alle diese Heiligen: Die von der Kirche offiziell gewürdigten, aber auch diejenigen, die als „Alltagshelden“ bewundernswert sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Allerheiligen-Feiertag.

Herzlich, Ihre Daniela Standard