in der nachösterlichen Zeit bereitet Jesus seine Jünger darauf vor, dass er nicht mehr lange bei ihnen sein wird. Dass er zum Haus des Vaters vorangehe, wo er für sie eine Wohnung bereiten würde. Und dass sie den Weg dorthin kennen würden. Auf die Nachfrage des Thomas antwortet er: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich!"
Jesus ist der Weg zum Vater. Nicht einfach ein Weg - sondern DER Weg. An Jesus sollen sich die Jünger orientieren, an seinen Worten, an seinen Taten, wenn sie ihm folgen wollen zum Haus Gottes. Es geht kein Weg an ihm vorbei.
Bei diesem Gedanken kommt mir ein Vers aus meinem Poesiealbum in den Sinn, das meine Mutter vor über 50 Jahren (leider mit unbekannter Quelle) hineingeschrieben hat:
"Siehst Du auf Deinem Lebensweg nur selten mehr ein Kreuzlein steh'n,
halt' an, mein Kind, pfleg' ernsten Rat, ob Du nicht mögest irre geh'n."
Dieser Vers hat mich mein Leben lang begleitet - mal habe ich mehr, mal weniger an ihn gedacht, aber mit dem heutigen Evangelium erscheint er mir wieder sehr präsent. Die Mahnung meiner Mutter, auf meinem Lebensweg zu prüfen, ob ich immer noch auf dem richtigen Weg bin, schwingt aber irgendwie immer im Hinterkopf mit. Er beinhaltet keine weiteren Handlungsanweisungen, keine Verbote. Lediglich die Bitte darauf zu achten, das Kreuz auf dem Weg nicht aus dem Blick zu verlieren.
Und eigentlich ist damit auch alles gesagt, oder?
Ihre Daniela Standard
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