Gerade komme ich vom Bundeskongress Notfallseelsorge und Krisenintervention, der im Augustinerkloster in Erfurt stattfand. Er stand unter dem Thema: "Alles bleibt anders. Resilienzen neu denken".
Sie können sich sicherlich denken, dass hier viele Themen - schöne, aber auch schwierige - angesprochen und aus der Sicht von Notfallseelsorge und Krisenintervention beleuchtet wurden. Zum Einen war es sehr verstörend, wie z. B. die Begegnung mit einer der Betroffenen der German-Wings-Katastrophe, bei der durch den erweiterten Suizid eines Copiloten 150 Menschen ums Leben kamen. Und wie eindrücklich und berührend, wie jemand aus seiner eigenen Erfahrung berichtet und davon, wie man es schaffen kann, sich nicht von solch einer Katastrophe brechen zu lassen, sondern aus dem Leid heraus innere Kraft und damit neue Wege zurück ins Leben findet (u. a. mit der Hilfe von Menschen aus der Notfallseelsorge).
Viele dieser Themen werden mich noch lange weiterbeschäftigen (und ich werde bestimmt noch einiges mit Ihnen zu diesen Themen teilen) - und ich spüre, wie demütig ich werde angesichts des Großen, was mir in dieser Woche begegnete, und dem "kleinklein", worüber ich mich gerne im Alltag aufrege...
Diese Haltung konnte ich übrigens gleich auf der Rückfahrt mit der Deutschen Bahn einüben: Verspätung, Zugausfall (mit Verlust des Sitzplatzes in einem übervollen ICE), Personalwechsel, unbefugte Personen auf dem Gleis, Reparaturen am Zug, Reparaturen am Gleis, Anpassung des Fahrplans führten zu einer 6stündigen Verspätung, so dass es mitten in der Nacht in Koblenz nicht mehr weiterging und ich mit dem Auto abgeholt werden musste ...
Da passt doch das heutige Evangelium ganz wunderbar mit den Worten Jesu: Fürchtet euch nicht vor den Menschen ...
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine sonnige Woche, Hitzebeständigkeit und genug langen Atem bis zum Beginn der Sommerferien.
Daniela Standard












