Liebe Leserin, lieber Leser,
in den letzten beiden Wochen waren in unserer Pfarrei die Sternsinger unterwegs. Mädchen und Jungen, Kindergartenkinder, Grundschulkinder und ältere, Jugendliche, aber auch begleitende und unterstützende junge und ältere Erwachsene. Alles in allem hat die Sternsingeraktion in unserer Pfarrei wieder einmal über 200 Personen aktiviert, um an dieser größten Aktion von Kindern für Kinder teilzunehmen.
Was bringt so viele Menschen dazu, sich auf den Weg zu machen, um segensreich zu wirken? Was ist es, dass so viele bei Eis und Schnee losziehen, um die Menschen zu besuchen, den Segen Gottes zu bringen und sich für Kinder aus der ganzen Welt einzusetzen.
Sind es die Süßigkeiten, die locken? Die Gemeinschaft? Der Spaß?
Bestimmt von allem ein wenig. Aber vor allem wird es das Gefühl sein, das Leben von Kindern zum Positiven verändern zu können. Und das nicht nur mal für einen Tag oder eine gewisse Zeitspanne, sondern ein ganzes Leben lang. Indem wir es ihnen durch die Unterstützung von Projekten des Kindermissionswerkes ermöglichen, Schulen zu besuchen und Bildung zu erlangen, verändern wir ihr Leben und das Leben ihrer zukünftigen Familien. Lebenslang!!!!
Was macht das wohl mit meinem Selbstbewusstsein zu wissen, dass ich in Gemeinschaft mit anderen so eine Wirkung erzielen kann – dass mein Leben so wirk-kräftig und wirk-sam sein kann? Ob beim Sternsingen oder in anderen Kontexten. Zu wissen, dass ich mit meinem Leben das Leben auch nur eines einzigen anderen nachhaltig verändern kann, ist schon ein sehr erhebendes Gefühl, und es macht mich unglaublich stolz. Stolz darauf, Mensch zu sein. Stolz darauf, Christ zu sein. Und es macht mich unabhängig in dem, was ich tue. Unabhängig von der Bestätigung anderer, unabhängig von Belohnungen und anderen Nettigkeiten, die zwar sicherlich schön und wichtig sind, aber nicht die Motivation darstellen, aus der heraus ich handele. Denn ich weiß: Ich bin wertvoll und wichtig. Mit meinem Leben kann ich die Welt verbessern.
Ganz ehrlich, was brauche ich mehr?
Herzlich, Ihre Daniela Standard |