Aktuelles für die kommende Woche
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Man sieht eine einfarbig gehaltene Zeichnung mit einem Frauenportrait 
Newsletter Pfarrei Heilige Edith Stein
 
Christus und Abt Menas Koptische Ikone aus dem 8. Jahrhundert nChr
 
© gemeinfrei bei Wikimedia Commons
 
Impuls zum Sonntag
 

Wachsam – auf Augenhöhe

Wer über 60 Jahre alt ist, hat biologisch betrachtet den größten Teil ihres / seines Lebens hinter sich; aber nur die Hälfte von ihnen in Deutschland haben für den Fall ihres Todes ein Testament angelegt – beim Notar, bei Gericht oder auch nur handschriftlich zu Hause an einem sicheren Ort verwahrt. Die andere Hälfte – so scheint es – überlässt es den Erbinnen und Erben, mit allem umzugehen, was sie hinterlassen werden. Ein bisschen ist das wie „nach mir die Sintflut“. Oder vielleicht noch weniger: „Sintflut? Bei uns doch nicht!“

So jedenfalls beschreibt Jesus das für die Zeiten des Noach: Lass den lieben Gott einen guten Mann sein; essen, trinken, Hochzeiten feiern – alles läuft doch prima und immer weiter so. Wer aber mit offenen Augen lebt, sieht doch, dass kaum jemand unsterblich ist – oder eigentlich niemand. „Die Einschläge kommen näher“ klingt scherzhaft – ist aber in Wirklichkeit auch eine Fluchtvor dem, was Jesus ganz offen so beschreibt: Einer von zwei Männern auf dem Acker wird abgeholt – und jede zweite Frau von der Mühle oder aus der Küche. Und trotzdem: So richtig nah soll mir der Tod lieber nicht kommen?

Aber davon redet Jesus hier, in der großen so genannten Endzeit-Rede im Mattäus-Evangelium: Das große Gericht bricht plötzlich herein über die Welt, ganz unerwartet. Und Jesus will, dass wir wachsam sein sollen, aufmerksam bleiben, die Zeichen erkennen. Und dass sich das zu üben lohnt. Kein Wort übrigens davon, dass jemand entkommen könnte. Keine Abwehr-Maßnahmen. Auch wenn der Hausherr schlaflos bleiben und einen etwaigen Dieb in die Flucht schlagen könnte: Das Ende der Welt und die Ankunft des Gottes-Reiches ist unausweichlich sicher. Diese Ausweglosigkeit ist leider in ein paar hundert Jahren Kirchengeschichte zu moralischen Zwecken verfremdet und missbraucht worden: Als hätte Jesus dazu ermahnt, sich immer gut moralisch christlich zu verhalten – damit du nicht im Bösen steckst oder auf frischer Tat ertappt wirst, wenn der Menschensohn plötzlich kommt wie ein Dieb in der Nacht.

Ja doch – Jesus lädt in der Gerichtsrede auch dazu ein, gut zu leben und für andere Menschen da zu sein. Er überrascht die Leute sogar, wenn er den Richter sagen lässt: Ich bin der Hungrige, mit dem du dein Brot geteilt hast; meinen Durst hast du gelöscht, meine Blöße bekleidet, mich im Krankenlager versorgt und im Gefängnis besucht. Jesus lädt ein, das auch weiter zu tun. Aber einfach deshalb, weil es gut ist, gut zu sein und sich einzusetzen für das Leben und gegen Not und Elend. Ganz uneigennützig. Jesus sind die guten Taten und die besseren Haltungen wichtig, die einfach nur richtig und menschlich sind; alltäglich und irgendwie selbstverständlich.

Bleibt aber die Frage: Warum nur ermahnt Jesus so beharrlich und dringt so darauf, dass wir wachsam sein sollen, empfänglich sozusagen – Tag und Nacht, egal ob noch sehr jung oder schon recht alt? Ich glaube, er will uns aufrecht begegnen, uns auf Augenhöhe entgegenkommen, wenn er als der Menschensohn kommt. Statt uns zu überfallen, zu überraschen, zu überrollen will er die Menschen liebevoll anschauen und sie auf dem Weg ins neue Leben begleiten. Und das wird leichter sein, wenn sie vorbereitet sind, gut aufgestellt, weil sie mit ihm und seiner liebevollen Ankunft beinah schon gerechnet haben.

Und das soll für jede Einzelne und jeden Einzelnen gelten. Auch wenn das Ende der Welt jetzt schon fast 2000 Jahre auf sich warten lässt: Jesus spricht einerseits davon – aber auch vom Ende jedes einzelnen irdischen Lebens. Jesus verspricht, dass (und wie) jeder Mensch im eigenen Tod dem Menschensohn begegnen wird: Auf Augenhöhe, aufrecht hoffentlich und jedenfalls liebevoll. Das ist das Angebot – oder eigentlich: die Verheißung. Und der Aufruf zur Wachsamkeit ist eher eine Einladung: Kopf hoch, Augen auf, keine Angst, du darfst stark sein, denn du bist geliebt von einer Liebe, vor der alles andere vergeht.

Wer sich so geliebt und getragen weiß, wer also auf so eine Begegnung hofft, wird vielleicht den Tod leichter an sich heranlassen und schon frühzeitig mal darüber nachdenken; und sich und die Seinen / die Ihren wenigstens so darauf vorbereiten, dass irdische Sachen wie Erbe und Testament geregelt sind. Wäre ja auch eine Form von Wachsamkeit; und dazu hat Jesus doch so dringlich eingeladen.

altfried g. rempe

 
Ziffernblatt einer Uhr mit römischen Zahlen und Bibelspruch aus Lukas 12,32-45
 
© Martin Manigatterer in Pfarrbriefservice.de
 
Evangelium vom Tag
 

Mt 24, 37–44

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein.
Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche  ging,
und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.
Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen.
Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.
Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

 

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Plakat Nachtgesang Advent 2025


 
© SB
 
In Hoffnung(snächten) unterwegs
 
Nachtgesang in St. Augustinus, Trier-Tarforster Höhe
 

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2 angezündete weiße Kerzen, daneben ein Adventszweig mit roten Beeren  
 
© laura-nyhuis-4NcRnBQyXgU-unsplash
 
Musikalische Einstimmung zum Advent
 
Adventskonzert
 
7. Dez. 2025

Herzliche Einladung zum Adventskonzert der Ortsvereine Trier- Irsch

Mitwirkende: Männergesangverein, Musikverein, Kirchenchor Cäcilia
Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der musikalischen Arbeit der Vereine werden gerne entgegengenommen! Im Anschluss an das Konzert lädt der MGV Trier-Irsch zum Umtrunk in den Musikpavillon ein.

 

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  4 Gläser, beklebt mit Transparentpapier werden auf auf 2 Händen gehalten
 
 
© candles-168023_by_Hans_pixabay_pfarrbriefservice
 
Licht kann man verschenken
 
Luzienfest
 
12. Dez. 2025
Ein Licht leuchtet auf in der Dunkelheit
 

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ungeöffnete Knospen eines Kirschzweiges, dahinter eine Kerze in einem Glas
 
© Christian-Schmitt_pfarrbriefservice
 
Arbeitskreis Countrypastoral
 
Die Heilige Barbara - die wilde Andere
 
4. Dez. 2025
Eine Zeit der Unterbrechung, der Stille, des Wortes und der Musik zur Heiligen Barbara
 

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ein starkes Seil ist mehrmals um ein Geländer gewickelt
 
© Norbert Becker In: Pfarrbriefservice.de
 
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Haltung heute - mach den Unterschied
 
7. Dez. 2025 - 18. Dez. 2025
HALTUNG gefragt, es gibt Fragen, die sind auf einmal da...
 

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Daniela Standard
Gemeindereferentin
 
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