Aktuelles für die kommende Woche
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Man sieht eine einfarbig gehaltene Zeichnung mit einem Frauenportrait 
Newsletter Pfarrei Heilige Edith Stein
 
Die Stimme des Hirten
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

im heutigen Evangelium geht es unter anderem um Beziehung. Nämlich um die Beziehung des Hirten zu seinen Schafen. Darum, dass er sie alle beim Namen kennt, sie hinausführt und ihnen dann vorangeht, um sie überall dorthin zu führen, wo es ihnen an nichts mangelt ...

Um dieses Bild zu verstehen, muss man wissen, dass damals die Hirten eines Ortes ihre Schafe nachts alle in eine Einfriedung zusammengestellt hatten, um sie so gut es ging vor Räubern – ob Mensch oder Tier – zu schützen. Das war auch praktisch, denn so konnten sie sich bei der nächtlichen Wache gegenseitig unterstützen. Die eine Tür, die zu den Schafen führte, war leichter zu bewachen als eine Herde, die in der Nacht frei herumstreunte.

Am Morgen riefen dann die Hirten ihre Schafe, die ganz genau wussten, zu wem sie gehörten, zu sich, um sie dann zu Futter- und Wasserstellen zu führen, bis sie dann abends wieder in die Sicherheit der Einfriedung gebracht wurden. Am nächsten Morgen ging es dann wieder hinaus.

Merken Sie etwas?

Ein guter Hirte hatte so eine Beziehung zu seinen Schafen, dass er sie von denen der anderen Hirten unterscheiden konnte. Eine wahre Leistung, wenn man bedenkt, dass Schafe sich ziemlich ähnlich sehen … Und nicht nur kannte er sie laut Evangelium beim Namen (ich habe jetzt keine wirkliche Ahnung, wie groß so eine Herde war und um wieviele Schafe es sich handelte), die Schafe wussten auch genau, zu wem sie gehörten. Sie kannten die Stimme ihres Herrn – also sprach er offensichtlich zu ihnen. Ob er sie lockte, sie warnte oder für sie da war, wenn sie in Schwierigkeiten gerieten oder krank wurden – seine Stimme war eine Stimme, der sie gerne folgten, denn sie versprach Futter, Wasser und Sicherheit. Kein Wunder, dass sie auf ihn hörten.

Ich muss gestehen, dass ich noch selten so gerne die Stimme eines Hirten gehört habe wie jüngst die Stimme unseres Papstes Leo (auch wenn er mich mit Sicherheit nicht beim Namen kennt ...), der sich laut gegen Krieg und für Frieden positioniert. Der sich nicht einschüchtern lässt von Politikern, die ihn gerne still hätten. Der nicht eskaliert, der sich nicht zu öffentlichen Debatten provozieren und hinreißen lässt sondern genau dafür plädiert, einen unbewaffneten und entwaffnenden Frieden zu halten.

Diese Stimme möchte ich hören. AUF diese Stimme möchte ich hören. Ich möchte auch entwaffnend sein. Nicht nur auf die Kriegstreiber in der Welt möchte ich schauen, sondern beginnen zuhause, in meiner Familien, in meiner Gemeinde, vor allem aber in mir selbst. Machen Sie mit?

Herzlich, Ihre Daniela Standard

 
Der Hirte wacht über seine Schafherde
 
© Walter Depner in Pfarrbriefservice.de
 
Evangelium vom Tag
 

Joh 10, 1–10

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

 

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Gemeindereferentin
 
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